D-Mannose. Ein natürlicher Zucker

D-Mannose ist ein natürlicher Zucker und wird unbestätigten Quellen zufolge im menschlichen Körper selbst produziert. Der natürliche Zucker wird industriell im größeren Maßstab aus Birken, Buchen und Mais gewonnen. Den Zucker kann man in fast jedem Reformhaus oder Apotheke beziehen.

 

GreenMedic steht für natürliche Produkte welche wissenschaftlich recherchiert wurden. Deshalb zitieren wir erstmal einen Ausschnitt aus einer Studie und dann übersetzten wir das in einfaches Deutsch. Wem das zu viel ist, kann den folgenden Absatz überspringen:

 

Beginn – Wissenschaftlicher Kauderwelsch

 

Für Mannose konnte gezeigt werden, dass sie an das bakterielle Adhäsionsprotein FimH binden kann. Über FimH binden uropathogene Bakterien an Zuckerstrukturen, meist Oligomere des Mannose-Typs, auf der Oberfläche menschlicher Urothelzellen.

Das Anheften der Bakterien ist der erste Schritt bei der Entstehung von Harnwegsinfekten. Die auf die Adhäsion an den Urothelzellen folgende Internalisierung der Bakterien wird ebenfalls über FimH vermittelt. Durch die Bindung freier Mannose aus dem Harn an FimH wird die Bindung der Bakterien an das Urothel blockiert und die nachfolgende Infektion verhindert. FimH wird kompetitiv gehemmt. Die Wechselwirkung ist spezifisch und läuft nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip ab. Mannose und andere teilsynthetische, von Mannose abgeleitete FimH-Antagonisten werden in Bezug auf Ihre Fähigkeit, wiederkehrende Blasenentzündungen vorzubeugen wissenschaftlich untersucht. Eine Studie an ca. 300 Frauen konnte eine deutliche Abnahme erneuter Blasenentzündungen nach einer täglichen Einnahme von 2 g D-Mannose zeigen (Kranjcec et al., World J Urol 2014)

 

Ende – Kauderwelsch:

 

Mit anderen Worten und vereinfacht ausgedrückt sagt die Studie folgendes aus.

Die Bakterien im Harn können sich mit Ihren Fangarmen an der Blasenwand anheften und dann eine Infektion auslösen. Die Fangarme können sich aber nur an bestimmten "Haltepunkten" festhalten. Eben an Haltepunkten für die Bakterien einen Schlüssel besitzen. Zufälligerweise hat der Zucker D-Mannose denselben Schlüssel für dieselben Haltepunkte. Der natürliche Zucker belegt also alle Punkte, an denen sich auch die Bakterien anheften könnten und somit rutschen die Bakterien einfach durch die Blase nach draußen. Deshalb ist es wichtig, dass man D-Mannose so früh wie möglich einnimmt und den Bakterien zuvorkommt.

Wegen diesem "Schlüssel-Schloss-Festhaltemechanissmus" streiten sich die Gerichte mit den Herstellern ob D-Mannose wirklich nur ein "Nahrungsergänzungsmittel" oder ein "Wirkstoff für Arzneimittel" sein soll. Doch nach der oben beschriebenen Logik wäre Vitamin C oder alle anderen Vitamine auch ein Arzneimittel. Beispielsweise nehmen viele Vitamin C zu Unterstützung bei Erkältungen ein. Dieses Vitamin C hat bestimmt auch eine pharmakologische Wirkung und es gibt viel mehr Studien zu Vitamin C als zu D-Mannose.